07.10.2010 18:37
CSU bringt Resolution zur Reduzierung der Kormoranschäden ein
Gremien des Bezirks sollen über die Resolution abstimmen und damit ein Signal an die geschädigten Teichwirte geben
In weiten Teilen Mittelfrankens wird das Landschaftsbild von Karpfenteichen geprägt. Die Teichwirte leisten mit ihrer Arbeit einen erheblichen Beitrag zur Pflege von Natur und Landschaft und sie erzielen mit den Teichen auch einen wesentlichen Teil ihres Einkommens.
In den letzten Jahren haben jedoch die Fraßschäden durch den Kormoran erheblich zugenommen. Dadurch werden immer mehr Teichwirte in ihrer Existenz bedroht. Es besteht die Gefahr, dass immer mehr Teiche künftig ungenutzt bleiben, was zu einer massiven Veränderung und Zerstörung des Landschaftsbildes sorgen würde.
Auch in den mittelfränkischen Fließgewässern wurden beträchtliche Schäden durch den Kormoran festgestellt. Die mit großem Aufwand in den zurückliegenden Jahren durchgeführten Maßnahmen zum Erhalt bedrohter Fischarten wurden durch den Kormoran im wahrsten Sinne des Wortes aufgefressen.
Der Bezirk Mittelfranken fordert deshalb den Freistaat Bayern auf, durch gesetzliche und verwaltungsrechtliche Maßnahmen die Voraussetzungen für eine deutliche Reduzierung der Kormoranbestände zu schaffen und auch auf eine entsprechende Änderung des EU-Rechts hinzuwirken. Nur dadurch kann gewährleistet werden, dass Teichwirte nicht weiter in ihrer Existenz bedroht werden, dass die Natur und Landschaft prägenden Teiche erhalten bleiben und dass die in Fließgewässern vorhandene Artenvielfalt nicht zerstört wird.


